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CLW setzt auf Filtertechnik für große Staubmengen

Vreden, 16. Januar 2018 - Standardisierte Prozesse in der Metallbearbeitung kommen heute ohne Roboter kaum mehr aus. Doch selbst bei automatisierten Schweiß- oder Schneidverfahren ist effektive Absaugtechnik unabdingbar. Im Rahmen der Portfolioerweiterung um das Faserlaserschneiden investierte die Clausthaler Laser- und Werkstofftechnik GmbH (CLW) in die Absauganlage PlasmaFil Compact von KEMPER – insbesondere wegen der innovativen Filtertechnik.

 

Investieren Metallbearbeiter in die Anlagentechnik oder bauen diese aus, sollte sich die Frage nach der effektiven Absaugtechnik anschließen. Drei Gründe sind dafür –ob Plasma- oder Laserprozesse – ausschlaggebend: der Schutz der sensiblen Anlagentechnik und der Mitarbeiter sowie die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte. Dass CLW vornehmlich Edelstahl bearbeitet, machte die Neuanschaffung im Rahmen des Aufbaus eines neuen Bereichs für Faserlaserschneiden umso wichtiger. „Insbesondere wegen der besonderen Filtertechnologie haben wir uns vor diesem Hintergrund für die Schneidstaub-Absaugung von KEMPER entschieden“, sagt CLW-Geschäftsführer Dr.-Ing. Dieter Burchards.

 

140 Quadratmeter Filterfläche für Heavy-Duty-Einsatz

Grundsätzlich eignet sich PlasmaFil Compact für die Erfassung sehr großer Staubmengen, die insbesondere beim Plasmaschneiden entstehen. Doch auch bei einer hohen Laserintensität und gleich mehreren angeschlossenen Schneidanlagen wie bei CLW sorgt die Anlage für einen effektiven Arbeitsschutz. Das Modell in Clausthal verfügt bei 14 Filterelementen über eine Filterfläche von 140 Quadratmetern, die die Gefahrstoffe aus der Luft abscheidet. Der Abscheidegrad liegt bei mehr als 99,7 Prozent. Aufgrund der integrierten ePTFE-Filtermembranen scheiden die Filter selbst krebserzeugende Nanopartikel unter 0,4 µm verlässlich aus der Luft ab. Den Unterschied zu herkömmlicher Technik machte für CLW dabei die Art des Filters: Die Anordnung der sogenannten Plattenfilter erzeugt eine verbesserte Luftführung innerhalb der Anlage. Darüber hinaus steht das gesamte Filtermaterial bei der Luftreinigung zur Verfügung.

 

Durch die horizontale Aufstellung der Filter erfolgt die Abreinigung im Down-Flow-Prinzip. Die Gefahrstoffe werden mittels Druckluftstößen „abgeschüttelt“. Aus der Filterkammer gelangen sie dadurch direkt in den darunter liegenden Staubsammelbehälter. Weil dieser mit einer Drucklufthebevorrichtung verschlossen wird, ist die Staubsammlung kontaminationsfrei. Aufgrund der hohen Auslastung der Schneidanlagen entleert das Unternehmen den Sammelbehälter wöchentlich. PlasmaFil Compact ist in der Lage, mehr als 150 Liter Feinstaub zu sammeln. Bei einem Gewicht von 350 Gramm pro Liter sind das umgerechnet mehr als 50 Kilogramm Schadstoffe, die pro Woche aus der Luft gefiltert werden – und das bereits seit vier Jahren störungsfrei.

 

Bedarfsgerechte Regelung der Absaugung

Über ein Rohrleitungssystem sind die einzelnen Maschinen mit der zentralen Absauganlage verbunden. Ein integrierter Frequenzumrichter in der Absauganlage passt den Volumenstrom automatisch an die Bedürfnisse der Fertigung an und sorgt für erhebliche Energiekosteneinsparungen. Das vor die Filteranlage geschaltete System SparkTrap scheidet grobe Partikel und Funken bereits vor der Filterung ab und verhindert so zum Beispiel Filterbrände.

 

Dass CLW neben der Schneidtechnik mit PlasmaFil Compact auch die Absaugtechnik in den Planungen langfristig auslegte, erweist sich heute als vorteilhaft. Nachdem das Unternehmen die Faserlaser-Fertigung zu Beginn mit zwei Schneidrobotern aufgenommen hatte, entwickelte sich die Produktion der Automotive-Rohrteile dermaßen erfolgreich, dass es heute bereits sechs Faserlaserschneidanlagen betreibt. 2018 will Burchards die Halle mit zwei weiteren Robotern voll auslasten.