HomeWissenswertesSchweißrauch: Vorschriften und Gesetze4. Wirksamkeitsüberprüftung und Allgemeiner Staubgrenzwert

Wirksamkeitsüberprüfung

Die Wirksamkeit der getroffenen Schutzmaßnahmen ist zu überprüfen, gegebenenfalls nachzubessern und das Ergebnis zu dokumentieren.

1. Messung der Gefahrstoffkonzentration in der Luft am Arbeitsplatz (siehe TRGS 402)

  • Schweißarbeitsplätze: Alveolengängige Staubfraktion relevant
  • Mischarbeitsplätze: Einatembare Staubfraktion relevant
  • Chrom- Nickelverbindungen benötigen gesonderte Ermittlung

2. Expositionsdaten werden mit Arbeitsplatzgrenzwerten (AGW) verglichen

  • Bei Überschreitung: Weitere bzw. geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen und Gefährdungsbeurteilung erneut ausführen

3. Ergebnisse dokumentieren

Allgemeiner Staubgrenzwert – ASGW

Messung der Gefahrstoffkonzentration in der Luft am Arbeitsplatz (siehe TRGS 402)

Neuer Allgemeiner Staubgrenzwert seit 2014

  • 1,25 mg/m³ Alveolengängige Staubfraktion relevant
  • 10 mg/m³ Einatembare Staubfraktion relevant

Achtung: Übergangsfrist bis 31.12.2018

  • Bei Neuinvestitionen muss der neue ASGW ab sofort eingehalten werden
  • Bei bestehenden Arbeitsplätzen kann eine Übergangsfrist bis Ende 2018 gelten

Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW)

Welche AGW gelten, ist abhängig von den verwendeten Materialien

Messung der Gefahrstoffkonzentration in der Luft am Arbeitsplatz (siehe TRGS 402)

  • Eisen-, Aluminium-, Magnesium-, Titanoxid - Allgemeiner Staubgrenzwert gemäß TRGS 900
  • Stoffe mit besonders toxischen Eigenschaften - Stoffspezifische AGW gemäß TRGS 900
  • Krebserzeugende Gefahrstoffe, wie Chrom-IV- Verbindungen oder Nickeloxide- Ausschluss- bzw. Minimierungsgebot

Das bedeutet: Wird der Allgemeine Staubgrenzwert überschritten, ist IMMER mindestens eine Schutzmaßnahme erforderlich!

Weiterführende Informationen liefert die Broschüre „Schweißen ohne Rauch“ vom Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbauer (VDMA).

>> zu 1. Überblick
>> zu 2. Gefährdungsbeurteilung
>> zu 3. Maßnamen zur Schweißraucherfassung