Die Gefährdungsbeurteilung

Aufgrund der Einstufung des Schweißrauches als Gefahrstoff ist eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Diese erfolgt in 5 einfachen Schritten:

1. Zusammensetzung des Schweißrauchs, beeinflusst durch:

  • Grundwerkstoff
  • Beschichtungen
  • Zusatzwerkstoff und
  • Prozessgase

2. Ermittlung der gesundheitsgefährlichen Eigenschaften der Schweißrauch Bestandteile:

  • Atemweg- und lungenbelastende Stoffe (z. B. Eisenoxide, Aluminiumoxid)
  • Toxische oder toxisch-irritative Stoffe (z. B. Manganoxid, Kupferoxid, Zinkoxid)
  • krebserzeugende Stoffe (z. B. Chrom(VI)-Verbindungen, Nickeloxid)

3. Ermittlung der Gefährdungsklasse in Abhängigkeit des Verfahrens

4. Ermittlung der Arbeitsbedingungen

  • Räumliche Bedingungen
  • Kopf- und Körperposition in Zwangshaltung
  • Schweißdauer

 

5. Anhand der Gefährdungsklasse (Schritt 3) und der Arbeitsbedingungen (Schritt 4) erfolgt die Gesamtbeurteilung der Gefährdung: 

  • Die Gefährdung kann beispielsweise bei einer langen Schweißdauer und/oder einer Zwangshaltung erhöht sein
  • Dagegen kann bei geringen Schweißzeiten, Schweißarbeiten im Freien die Gefährdung reduziert sein.

 

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